E-Learning selbst erstellen oder erstellen lassen?

20. Juli 2026
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20. Juli 2026 Kai Baum

E-Learning selbst erstellen oder erstellen lassen?

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E-Learning selbst erstellen oder erstellen lassen? Der ehrliche Vergleich

Wer Weiterbildung im Unternehmen digitalisieren will, steht früher oder später vor dieser Frage: Bauen wir unsere E-Learnings intern – oder lassen wir sie extern produzieren? Beide Wege funktionieren. Aber sie passen zu sehr unterschiedlichen Ausgangslagen. In diesem Beitrag zeigen wir ehrlich, was für welchen Weg spricht – und warum die beste Antwort oft dazwischen liegt.

E-Learning selbst erstellen: Was dafür spricht

Die Eigenproduktion hat echte Vorteile – vor allem, wenn Ihre Inhalte sich häufig ändern oder sehr unternehmensspezifisch sind.

Das Wissen bleibt im Haus

Niemand kennt Ihre Prozesse, Produkte und Ihre Sprache so gut wie Ihre eigenen Fachexperten. Wer intern produziert, muss dieses Wissen nicht erst an einen Dienstleister übertragen.

Schnelle Aktualisierungen

Ändert sich ein Prozess, kann das zuständige Team den Kurs direkt anpassen – ohne Abstimmungsschleifen und Wartezeiten.

Langfristig günstiger – bei hohem Volumen

Wer dauerhaft viele Kurse produziert, amortisiert die Investition in Autorentools und Know-how-Aufbau irgendwann. Der Break-even liegt allerdings später, als viele denken.

Die versteckten Kosten der Eigenproduktion

Und genau hier liegt der Haken: Der Aufwand für die Eigenproduktion wird fast immer unterschätzt. Ein Autorentool zu kaufen ist der kleinste Posten. Die eigentlichen Kosten entstehen woanders:

Ein Fachexperte, der nebenbei Kurse baut, ist in dieser Zeit nicht in seiner eigentlichen Rolle produktiv. Und ohne didaktisches Fundament entstehen oft PowerPoint-Folien mit Weiter-Button – Inhalte, die formal existieren, aber wenig Wirkung entfalten. Das Ergebnis: Die Schulung wurde durchgeführt, gelernt hat kaum jemand.

„Aber mit KI kann das doch jetzt jeder selbst?“

Der Einwand liegt nahe – und er ist teilweise berechtigt. KI-Tools haben die Erstellung von Lerninhalten tatsächlich stark beschleunigt: Texte entwerfen, Quizfragen generieren, Inhalte strukturieren, all das geht heute in einem Bruchteil der früheren Zeit. Auch wir nutzen KI.

Aber: KI löst das falsche Problem. Der Engpass bei der Eigenproduktion war nie das Schreiben von Texten – es sind Didaktik, Struktur und Qualitätssicherung. Eine KI generiert Ihnen in Minuten einen Kurs, der vollständig aussieht. Ob dieser Kurs die richtigen Lernziele verfolgt, zur Zielgruppe passt, fachlich korrekt ist und im Arbeitsalltag Wirkung entfaltet, kann sie nicht beurteilen. Das Ergebnis sind oft Inhalte, die schneller produziert wurden – aber genauso wenig gelernt werden wie die PowerPoint mit Weiter-Button.

Dazu kommen Fragen, die vor dem KI-Einsatz geklärt sein müssen: Dürfen interne Unterlagen überhaupt in das Tool? Wer prüft generierte Inhalte auf fachliche Fehler? Und wie kommen die Inhalte am Ende SCORM-konform ins LMS?

Kurz: KI macht die Produktion schneller – aber sie ersetzt weder Lerndesign noch Qualitätssicherung. Wer beides hat, produziert mit KI besser und günstiger. Wer beides nicht hat, produziert mit KI vor allem schneller mittelmäßige Kurse.

E-Learning erstellen lassen: Was dafür spricht

Die externe Produktion spielt ihre Stärken aus, wenn Qualität, Geschwindigkeit und Planbarkeit zählen.

Didaktische Qualität ab dem ersten Kurs

Professionelle Learning Designer wissen, wie Lerninhalte aufgebaut sein müssen, damit sie im Arbeitsalltag ankommen: klare Lernziele, Interaktion statt Frontbeschallung, realistische Praxisszenarien.

Kalkulierbare Kosten und Zeitpläne

Statt interner Aufwände, die sich schwer beziffern lassen, gibt es ein Angebot mit Festpreis und Liefertermin. Das macht die Entscheidung fürs Budget deutlich einfacher.

Keine Tool- und Technik-Hürden

SCORM-Export, Mobiloptimierung, LMS-Einbindung, Barrierefreiheit – Themen, die intern viel Einarbeitung kosten, sind bei einem erfahrenen Partner Routine.

Der dritte Weg: Co-Produktion

In der Praxis hat sich für viele Mittelständler und Verbände ein Mittelweg bewährt: Die ersten Kurse werden extern produziert – als Qualitätsmaßstab und Vorlage. Parallel wird das interne Team befähigt, auf Basis dieser Templates eigene Inhalte zu erstellen und zu pflegen.

So entsteht das Beste aus beiden Welten: professionelle Didaktik und Struktur von außen, Fachwissen und Aktualisierung von innen. Genau diesen Weg gehen wir bei BMC Education mit unseren Kunden – von der Erstproduktion in Articulate Rise über Vorlagen bis zur Schulung Ihres Teams.

Entscheidungshilfe: Welcher Weg passt zu Ihnen?

Als Faustregel: Je seltener Sie Kurse produzieren und je wichtiger die Wirkung des einzelnen Kurses ist, desto stärker spricht alles für die externe Produktion oder Co-Produktion.

Fazit

Es gibt keine pauschal richtige Antwort – aber es gibt eine ehrliche Rechnung. Wer die internen Aufwände realistisch beziffert, kommt oft zu einem anderen Ergebnis als die Bauchentscheidung „selbst machen ist billiger“. Und wer langfristig intern produzieren will, fährt am besten mit einem Partner, der den Einstieg professionell aufsetzt – und KI dabei so einsetzt, dass Qualität und Tempo zusammenkommen.

Sie stehen gerade vor dieser Entscheidung? In einem kostenlosen Erstgespräch rechnen wir gemeinsam durch, welcher Weg für Ihre Organisation der wirtschaftlichste ist.

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FAQ

Was kostet es, ein E-Learning erstellen zu lassen?

Das hängt von Umfang, Interaktivität und Medienproduktion ab. Ein kompaktes Modul auf Basis vorhandener Unterlagen ist deutlich günstiger als eine aufwendige Produktion mit Video und Animation. Seriöse Anbieter nennen nach einem Erstgespräch einen Festpreis.

Kann ich E-Learnings nicht einfach mit KI erstellen?

KI beschleunigt die Inhaltserstellung erheblich. Sie ersetzt aber nicht das didaktische Konzept, die fachliche Prüfung und die technische Umsetzung im LMS. Am wirksamsten ist KI in den Händen von Menschen, die wissen, wie gute Lerninhalte aufgebaut sind.

Wie lange dauert die externe Produktion eines Kurses?

Für ein einzelnes Modul sind je nach Abstimmungsaufwand wenige Wochen realistisch – deutlich schneller als der interne Aufbau von Tool-Know-how und Didaktik-Kompetenz.

Welches Autorentool eignet sich für die Eigenproduktion?

Für den Mittelstand hat sich Articulate Rise bewährt: browserbasiert, mobiloptimiert und ohne Programmierkenntnisse bedienbar. Die Lizenzkosten sind allerdings nur ein kleiner Teil der Gesamtrechnung.

Können wir extern erstellte Kurse später selbst pflegen?

Ja – das sollte sogar Teil der Vereinbarung sein. Achten Sie darauf, dass Sie die Quelldateien erhalten und Ihr Team eine Einweisung bekommt. Bei BMC Education ist genau das der Standard.